Larissa Lakämper

Larissa Lakämper

„Was Kinder lieben lernen, werden sie auch später wertschätzen und schützen.“

Larissa Lakämper, Jahrgang 1969, verheiratet, drei erwachsene Söhne, arbeitet als selbständige Ingenieurin für Gartengestaltung. ›Ehrenamtliches Engagement ist ihr wichtig; sie bringt sich an mehreren Stellen in Gütersloh für ein ›gutes Miteinander ein. Mitglied unseres Förderkreises ist sie seit seiner Gründung 1996 und sorgt u. a. mit ›Führungen durch den Stadtpark, dass noch mehr Menschen die Parkanlage für sich entdecken. Besonders am Herzen liegen ihr Projekte mit Kindern, die sie früh für Naturthemen und -erlebnisse sensibilisieren und begeistern möchte.

Frau Lakämper, wie häufig sind Sie im Stadtpark?

„Bestimmt zweimal im Monat. Manchmal viel öfter, weil es einfach schön ist. Und immer wenn unsere Familie Besuch aus einer anderen Stadt bekommt, steht auch der Stadtpark auf dem Programm. Ich zeige ihn und den Botanischen Garten total gerne. Für mich selber gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Obwohl ich so oft hier bin.“

Können Sie sich noch daran erinnern, als Sie das erste Mal im Stadtpark waren?

„Ja, das war 1990. Ich war gerade mit meiner Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin fertig und startete ins Studium an der FH in Osnabrück. Während der Ausbildung wohnte ich noch zu Hause in einem kleinen Dorf bei Minden, verliebte mich jedoch in einen Gütersloher Mitschüler aus meiner Landschaftsgärtnerklasse. Wir gingen oft zusammen hier im Stadtpark spazieren. Damals fand ich es witzig und irgendwie besonders, sommertags durch den schattig-kühlen Heckentunnel zu gehen und von dort aus auf das helle Weideland hinüber zu Kleßmanns Hof zu schauen und die Kühe grasen zu sehen. Seinerzeit reichte Kleßmanns Kuhweide noch direkt bis an die Fenster des Laubenganges beim heutigen Palmenhaus-Café.“

Haben Sie einen Lieblingsort im Park?

„Das ist immer der Heckengarten geblieben. Er hat so viele unterschiedliche Räume und tolle Sichtachsen. Da kommen für mich in besonderer Weise Schönheit, Vielfalt und abwechslungsreiche, spannende Gestaltung zusammen.“

Der Park soll ja auch der Erholung dienen. Können Sie sich dort erholen?

„Oh ja, ganz prima! Manchmal ruhe ich mich dort nach einer Einkaufstour aus oder treffe mich spontan mit Freunden. Von daheim bin ich mit dem Rad in zehn Minuten dort und kann mir jedes Mal einen anderen Weg zum Spazieren aussuchen. Dabei vergesse ich ganz schnell den Alltag, kann träumend Luft holen und mit allen Sinnen genießen.“

Welchen Stellenwert hat der Park für die Stadt Gütersloh?

„Ich finde, er trägt erheblich zur Lebensqualität in Gütersloh bei. Er wertet die Stadt wunderbar auf und für mich war er auch ein Argument dafür, 1995 nach dem Studium mit der Familie herzuziehen. Unser Stadtpark ist für mich der Inbegriff für die Verbindung von Garten und Landschaft, stadtplanerisch und ökologisch gesehen für die Verbindung von Stadt und Landschaft, besonders seitdem durch die Renaturierung der Dalke die ‚grüne Natur‘ beinahe durchgängig auch direkt in der Stadt erlebbar ist.“

Was glauben Sie, wie bekannt ist der Park außerhalb der Stadtgrenzen?

„Ich bin immer wieder überrascht, wie weit Menschen fahren, um unseren Stadtpark und den Botanischen Garten zu besuchen! Ich bin ja auch Stadtparkführerin und kenne die Auszeichnungen. Die wirken nach Außen. Aber es scheint sich auch so herumzusprechen, dass man hier in Gütersloh mal den Stadtpark anschauen sollte. Und das ist hier ja keine statische Angelegenheit: Ich verfolge nun ja schon länger die Entwicklung und freue mich Jahr für Jahr über die tolle Pflege aber auch die Weiterentwicklung des Parks. Das Amt für Grünflächen mit Bernd Winkler und vielen engagierten Leuten liefert eine tolle Arbeit ab.“

Stadtparkführerinnen

Daniela Toman, Monika Geißler, Larissa Lakämper vor dem Tulpenbeet von Jaqueline van der Kloet, Mai 2017

Zum Abschluss: Was bedeutet Ihnen der Stadtpark?

„Im Laufe der Jahre habe ich den Stadtpark ganz unterschiedlich erlebt: Als meine drei Söhne noch klein waren, waren wir oft auf den Spielplätzen. Meine Jungs hatten viel Spaß, manche Fotos aus der Zeit machen noch heute in der Familie die Runde. Heute interessiere ich mich sehr für die Bepflanzungsbeispiele im Botanischen Garten. Da gibt es viele Ideen, die sich auch daheim im Privatgarten anwenden lassen. Manchmal halte ich besonders schöne Eindrücke per Foto fest.

Zusätzlich gehe ich natürlich auch in den Stadtpark, um mich meine Führungen vorzubereiten. Seit mehr als zehn Jahren biete ich zusammen mit Adelheid Eimer das Angebot „Traumgarten zum Selberbauen für Kinder“ an. Mir ist wichtig, dass Menschen, besonders Kinder tolle Erlebnisse mit der Natur haben und genau das lässt sich überall im Stadtpark leicht umsetzen. Denn was wir Menschen in jungen Jahren mögen, werden wir auch später dauerhaft wertschätzen und so auch schützen.“

 


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