Pfingstrosen

Blumen als Schmuck des Daseins kommen eigentlich immer erst, wenn das Leben gesichert war und Reichtum solchen Luxus erlaubte. Vor 1400 Jahren waren es die Chinesen, die der Päonie ihren Namen gaben.

Der Römer Plinius der Ältere, der uns alle Tatsachen über die Natur festhielt und 79 n. Chr. in Pompeji starb, weil er den Ausbruch des Vesuvs allzu nah beobachten wollte, Plinius also nennt sie die älteste aller kultivierten Blumen. Ob er recht hat, wissen wir nicht.

In Europa beschäftigte man sich mit der Veredelung von Blumen nicht vor dem 17. Jahrhundert, aber in Japan und China ist diese Kunst Jahrhunderte, vielleicht auch Jahrtausende früher geübt worden. So kamen im 17. und 18. Jahrhundert bereits veredelte Astern und Nelken, Chrysanthemen, Rosen und Kamelien nach Europa.

Die erste Gesandtschaft der holländischen East India Company brachte 1656 den Tee und die Päonie zwar aus China mit, aber erst 1669 wurde sie beschrieben. Die ersten mitgebrachten Päonien gingen allerdings zugrunde. Fünf Jahre später, man hatte dazu gelernt, sie kamen gesund an und wurden hoch bezahlt.

1814 brach eine richtige Päonienwut aus und man versuchte, möglichst viele Samen zu vermehren. Das war von allen Narreteien wohl die dümmste, lassen sich diese Blumen doch so leicht aus der Wurzel vermehren. Aber das mussste man eben erst auch noch entdecken.


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