Kriegerdenkmal

Heldengedenkstein Kriegerdenkmal Stadtpark Gütersloh

Ein Denkmal in Form eines Findlings erinnert an die für Preußen siegreiche Völkerschlacht bei Leipzig. Es wurde am 100. Jahrestag des Gemetzels, am 18. Oktober 1913, eingeweiht. Auf seinem sechseckigen Podest sind Orte der Schlacht zu lesen (falls das Efeu die Sicht darauf freigibt): Leipzig, Möckern, Walstatt, Großbeeren, Noldendorf und Dennewitz.

Der Findling war ein Geschenk des Landwirts und Ziegeleibesitzers Heinrich Gaisendrees aus Avenwedde. Unter einem von der Firma Sudhaus & Sewerin in Bronze gegossenen Eisernen Kreuz wurde die Inschrift „1913 – Den Helden von 1813“ eingemeißelt.

Hunderte Stadtparkbesucher ließen sich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor diesem sogenannten Heldengedenkstein fotografieren, um ihre vaterländische Gesinnung zum Ausdruck zu bringen. Damals krönte ein pompöser Rundbau aus Bruchstein und Eichenbalken das Mini-Monument, außerdem lagen rund um das Denkmal weitere Findlinge, auf denen die Namen der Armeekorpsführer angebracht waren (wer gut hinsieht, entdeckt: Der Stein von „Marschall Vorwärts“ Blücher ist noch erhalten).

Um 1958 wurden die Holzbalken und die Pfeiler wegen Baufälligkeit abgerissen. Mit der Zeit verschwand der Stein in einem dunklen Dickicht. So recht will niemand mehr der „Helden von 1813“ gedenken.

In der Kategorie Einst und jetzt finden Sie historische Aufnahmen vom sog. Heldengedenkstein.


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