Daniela Toman

Daniela Toman

Berufslaufbahn durch Parkbesuche vorgezeichnet

Daniela Toman ist beruflich wie ehrenamtlich eng mit dem Thema „Garten“ verbunden: Sie verdient ihr Geld als Landschaftsgärtnerin und Gartenfotografin, ehrenamtlich engagiert sie sich als 2. Vorsitzende für unseren Förderkreis, bietet Führungen und Fotokurse im Stadtpark und Botanischen Garten an. Zudem liefert sie die Bilder für unsere wöchentliche Pflanzenkolumne ›„Querbeet durch den Park“ in der Neuen Westfälischen und auch die überwiegende Mehrheit der Fotos auf dieser Webpräsenz stammen von ihr. Im Interview verrät sie, warum wahrscheinlich Karl Rogge für all das verantwortlich ist …

Frau Toman, wie häufig sind Sie im Stadtpark?

„Ich glaube, ich bin ein ‚heavy user’. Meine Arbeit für den Förderkreis, die NW-Kolumne, die Führungen und mein Interesse an Gartendesign und Pflanzen führen mich manchmal mehrmals in der Woche in den Stadtpark und den Botanischen Garten. Manchmal schaue ich nur, wie die aktuelle Entwicklung der Pflanzen ist. Aber eigentlich habe ich immer meine Kamera dabei, so dass ich bei einer schönen Lichtstimmung den Moment sofort einfangen kann.“

Können Sie sich noch daran erinnern, als Sie das erste Mal im Stadtpark waren?

„Meine Eltern, meine Schwester und ich haben bis 1975 in der Hermann-Hesse-Straße in der Nähe von Bertelsmann gewohnt. Am Wochenende stand sehr häufig der Besuch des Stadtparks an. Es gibt Fotos, auf denen ich als Zweijährige neben der Sonnenuhr stehe. Ich glaube auch, mich daran erinnern zu können. Aber wer weiß …

Meine Mutter behauptet, dass ich Gärtnerin geworden bin, weil wir früher so oft im Botanischen Garten waren. Dann hätte die Idee von Karl Rogge ja funktioniert. Als ‚Vater’ der Anlage wollte er, dass sich die Besucher Anregungen für zu Hause mitnehmen. Bei mir ging das offenbar sogar noch einen Schritt weiter.“

Ausstellung mit Fotos aus dem von Daniela Toman geleiteten VHS-Kurs zur Gartenfotografie mit Aufnahmen aus dem Stadtpark und dem Botanischen Garten

Haben Sie einen Lieblingsort im Park?

„Nicht wirklich. Ich mag den Apothekergarten sehr gern, aber auch den Heckengarten oder die große Dalkerenaturierung.“

Der Park soll ja auch der Erholung dienen. Können Sie sich dort erholen?

„Absolut. Die bunten Farben, die vielen Stauden und die verschiedenen Wasserelemente entspannen die Sinne. Mit der Fotografie der schönen Dinge kann ich meinen Akku aufladen und abschalten.“

Welchen Stellenwert hat der Park für die Stadt Gütersloh?

„Es gibt einige schöne Grünanlagen in Gütersloh. Ich denke da zum Beispiel an den Agendapark an der Schlingbreede, den Grünzug ‚Auf dem Eickholt’ oder die Biotopflächen in der Niehorster Heide. Aber der Stadtpark und der Botanischen Garten toppen alles. Durch den Mehrwert für den Besucher und die gute Erreichbarkeit sind sie ein gern besuchtes Ziel.“

Hoher Besuch: Gartenkünstlerin Jacqueline van der Kloet (ganz links) neben Daniela Toman sowie Bernd Winkler, Monika Geißler und Larissa Lakämper an den Saisonalen Beeten

Auch für Nicht-Gütersloher? Was glauben Sie, wie bekannt ist der Park außerhalb der Stadtgrenzen?

„Wir bekommen in letzter Zeit immer häufiger Anfragen zu Parkführungen von Gruppen wie Landfrauenverbände, der ›kfd oder anderen Vereinen aus ganz Ostwestfalen oder darüber hinaus, wie z.B. aus Lippstadt. Der Fernsehbericht zu den Tulpenbeeten von Jacqueline van der Kloet im WDR hat den Stadtpark nochmal in der Bekanntheit gesteigert – am Wochenende nach der Ausstrahlung hat man im Botanischen Garten kaum ein Bein auf die Erde bekommen. Auch auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe war der Bericht ein Thema.“

Zum Abschluss: Was bedeutet Ihnen der Stadtpark?

„Sehr viel! Wenn ich auf Reisen bin – und das bin ich, so oft ich kann – freue ich mich am Ende der Fahrt immer auf Zuhause – und auf einen Besuch im Park.“

Ein Foto von Ralf Gryga (Teilnehmer diverser Fotokurse mit Daniela Toman) –
das Palmenhaus in der Fotokugel eingefangen.


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