Bockskrug

Bockskrug

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Seit ca. 1700 ist der „Bockskrug“ nachgewiesen. Den Namen erhielt die Gastwirtschaft von Holzböcken auf dem Zugangsweg, die die Grenze zwischen dem Meier Avenstroth (heute Hofstelle Kleßmann) und den Besitzungen des Meiers zu Gütersloh markierten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Gastwirtschaft geschlossen, um 1900 wiedereröffnet (aus dieser Zeit stammt die Postkarte oben).

Das bei einem Luftangriff am 3. März 1945 zerstörte Gebäude wurde 1949 in veränderter Form wieder aufgebaut. Bis in die 1990er Jahre galt der Bockskrug als eines der besseren Lokale in der Region. Nach 2007 wurde kein neuer Pächter gefunden. Seitdem verfällt das Gebäude, wie die beiden Fotos aus dem Jahr 2016 (Fotograf: Wolfgang Hill) belegen.

2017 erwarb mit Werner Gehring ein Gütersloher Unternehmer und Mäzen das 8.200 qm große Gelände, der aus der schwierigen baurechtlichen Situation mitten im Stadtpark „sicher etwas machen kann“ (wie es das Westfalen-Blatt formulierte). Anfang 2018 berichtete die Tagespresse, dass der Bockskrug abgerissen wird, ohne dass Pläne für eine weitere Bebauung des Grundstücks bekannt wurden. Erlaubt sind nach dem Bebauungsplan von 2009 zwei Doppelhaushälften oder ein Gebäude mit drei Wohnungen in zweieinhalbgeschossiger Bauweise.

Der Förderkreis Stadtpark-Botanischer Garten befürwortet den Erhalt des benachbarten Wäldchens und setzt sich für eine zurückhaltende Bebauung ein.

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